Was sind eigentlich UV-Strahlen?

Ultraviolettstrahlung sind elektromagnetische Wellen - Wellenlänge von etwa 10 bis 380 nm. Ultraviolettstrahlung ist nicht sichtbar. Sie zählt zur Gruppe der optischen Wellenlängen. (Nicht verwechseln mit "UV- Licht"). UV- Strahlung kann gebrochen, reflektiert, transmittiert, absorbiert und gebeugt werden. Durch Fluoreszenz kann UV- Strahlung indirekt sichtbar gemacht werden. Quecksilberdampflampen können ultraviolette Strahlung künstlich erzeugen. Unterhalb einer Wellenlänge von ca. 200 nm ist die Energie eines einzelnen ultravioletten Lichtquants ausreichend um Elektronen aus Atomen oder Molekülen zu lösen, zu ionisieren (Ionisierung). UV-Strahlung mit größerer Wellenlänge zerstört chemische Bindungen organischer Moleküle. Ein verantwortungsvoller Umgang mit Sonnenlicht ist immer angebracht.

Bereich

Wellenlänge

Biologische Wirkung

UV-A

320-400 nm

Mit 95 % ist UV-A Licht der Großteil des Sonnenlichtspektrums. Sie sollten sich auch vor diesen Strahlen hüten, die eine sofortige, kurze Bräunung der Haut verursachen. Die Folgen wie vorzeitige Hautalterung und Faltenbildung sind vorprogrammiert, doch da der warnende Sonnenbrand ausbleibt, bemerkt man häufig gar nicht, dass man sich zu lange unter der Strahlenquelle aufhält. Die UV-A Strahlen dringen bis zur Lederhaut vor, und bewirken DNA-Schäden (Zellkernschäden), die wiederum Krebs verursachen können und die Haut vorzeitig altern lassen. Solche Schäden teilweise von körpereigenen Reparaturenzymen behoben, zur Unterstützung sollten Sie ausreichend Vitamin E zu sich nehmen.

Essbare Zellschützer sind Obst und Gemüse, die Carontinoide enthalten, wie z.B. Tomaten, Karotten, Orangen, Brokkoli, und Aprikosen. Auch lebensmittelergänzende Produkte, die Betacarotin und Carontinoide enthalten, schützen Sie erwiesenermaßen vor diesen "freien Radikalen".

UV-B

280-320 nm

langfristige Bräunung, mit Bildung einer Schutzschicht auf der Haut; dringt in tiefere Hautschichten, bis zur Oberhaut vor, hohes Hautkrebsrisiko, hat einen starken Sonnenbranderzeugenden Effekt. Bildung des anti-rachitischen Calciferol (Vitamin D) in der Haut. Moderne gut ausgetattete Solarien verzichten mittlerweile fast vollständig auf UVB-Strahlung, die für den Sonnenbrand verantwortlich ist und Krebs hervorrufen kann. Kann Sonnenallergie (polymorphe) und andere Lichtdermatosen hervorrufen.

UV-C

200-280 nm

sehr kurzwellig - erreicht die Erdoberfläche nicht - unterhalb etwa 200 nm durch Photolyse des Luftsauerstoffs ozongenerierend. UV-C Strahlung wird durch die Anregung bei niederem Dampfdruck - mit 30 - 40 %iger Ausbeute - erzeugt. Die angelegte elektrische Leistung regt die Emissionslinie des Quecksilberdampfs bei 253,652 nm an. Praktische Anwendung finden UV-C Strahlen in der physikalischen Entkeimungstechnik.
Bei 265 nm werden Nukleinsäuren am stärksten geschädigt, bei 280 nm werden die meisten Proteine (wg. Aminosäure) abgetötet und vom UV-Licht absorbiert.
Daher ist bei 253,7 nm die optimale Bestrahlung zur Inaktivierung von mikroorganischen Stoffen wie Viren und Bakterien usw.


Die biologische Wirkung auf den menschlichen Körper
Haut und Augen registrieren jede UV-Strahlung. Die Hautschädigung durch Sonnenstrahlen hängt nicht nur von der Energie des UV-Lichts ab, sondern auch von der Eindringtiefe und der Zeit der Bestrahlung der Haut. Jeder weiß, dass wir nicht ohne Sonnenschutz im Sommer am Strand liegen sollten, da Hautkrebs und Falten drohen. Doch komischerweise nehmen wir das Risiko nicht ernst. Der Risikoexperte Dr. Peter Wiedemann vom Forschungsinstitut Jülich hat das UV- Verhalten der Deutschen untersucht und festgestellt, dass wir immer noch die braune sonnengebräunte Haut sexy und schön finden und dementsprechend die damits verbundenen Risiken in Kauf nehmen. Wer regelmäßig Sonnenbrände erleidet, dessen Hautkrebsrisiko verdoppelt sich.

Sonnenschutz

Mittags sollte die pralle Sonne absolutes TABU sein. Ansonsten schützt auch die Kleidung, die möglichst weit und lang und aus Naturfasern bestehen sollte. Mittlerweile gibt gibt es auch Stoffe mit integriertem UV- Schutz.

Bei Ihren Sonnenbädern sollten Sie sich regelmäßig mit Produkten eincremen, die einen hohen Lichtschutzfaktor (LSF) besitzen. Beim Kauf von Lotionen, Cremes, Sprays und sonstigen Sonnenschutzprodukten bitte unbedingt auf die Kennzeichung "UV-A und UV-B Schutz nach EU-Empfehlung" achten. Die Sonnenschutzprodukte sind nach Schutzkategorien unterteilt. Den niedrigsten Sonnenschutz bieten die Produkte im Bereich LSF 6-15. Alles unter LSF 6 gilt NICHT als Sonnenschutz. 100%igen Schutz erhalten Sie auch bei sehr hohem Sonnenschutzfilter (LSF 50+) nicht. Sie werden also auch mit diesen Produkten noch braun. Am wenigsten belastend für Ihre Haut sind "Produkte mit physikalischem Filter, ohne Duft und Konservierungsstoffe.

Immer mehr Sonnenprodukte sind mittlerweile zusätzlich Anti- Age- Helfer und haben den gezielten Kampf gegen die Fältchen aufgenommen. Solche Anti- Age- Sonnencremes enthalten neben dem UV-A und UV-B Filter auch Anti- Pigment- Wirkstoffe und Antioxidanzien. Sie bewahren Zellen und Bindegewebe vor lichtbedingten Schäden.


UV-C-Licht bei 253,7 nm wird durch verhornte Haut praktisch schon an der Oberfläche vollständig absorbiert und verursacht daher keine Schädigung tieferliegender Zellschichten.

1. UV-C Wirkung bei der Desinfektion

Ultraviolette Strahlung im Bereich von 200-300 nm ist extrem effektiv in der Inaktivierung von Mikroorganismen, wie Bakterien, Viren und Pilzen, die durch Luft oder Oberflächenkontakt übertragen werden. Niederdruck-Quecksilberbogen- Lampen sind so konstruiert, dass sie die höchst mögliche Menge an UV- Strahlung produzieren. Typischerweise bestehen 90% der ausgestrahlten Energie aus Strahlung im Wellenlängenbereich von 253,7 nm. Die effektivste Wellenlänge mit keimtötender Wirkung liegt bei 265 nm .

UV-C Lampen finden Verwendung in der Luft- Oberflächen- und Wasserreinigung - in der Lebensmittel- und Getränkeindustrie - sowie im medizinischen Bereich und der Abluftreinigung, weiterhin in der Wasser- Abwasseraufbereitung.



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